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Ästhetische Korrekturen - Fall 6

Ein männlicher Patient Anfang 30 kam zu uns in die Praxis, weil er mit der Ästhetik seines linken oberen Schneidezahn nicht zufrieden war. Dort hatte ihm ein anderer Zahnarzt ein Veneer angefertigt, welches bereits mehrfach wieder befestigt werden musste. Bei der Überprüfung der Funktion stellten wir fest, dass er stark mit den Zähnen knirscht und bei den Seitswärtsbewegungen ständig gegen das Keramikteil gestoßen ist. Die Gründe für das Versagen waren also schnell gefunden und ein Therapieplan erstellt. Der Pat lehnte aber eine umfangreiche Behandlung des Fehlbisses ab, weswegen wir uns nur zur Erneuerung des Veneers entschlossen. Dem Patienten nahmen wir aber vorher das Versprechen ab, eine begleitende Schienentherapie zu beginnen, um später auch die Arbeit vor Überlastung zu schützen. Wir entfernten das alte Veneer komplett samt neuer Karies, die sich auch bereits wieder darunter gebildet hatte. Vom Zahntechniker ließen wir dann im Labor ein neues Veneer anfertigen. Als Veneers bezeichnen wir dünne Keramikschalen, die mit der Zahnsubstanz adhäsiv verklebt werden. Dabei wird bei der Präparation des Zahnes so viel Substanz wie möglich erhalten; es ist vor allem wichtig, viel Zahnschmelz zu erhalten, da am Schmelz die höchsten Haftwerte mit dem Kleber erzielt werden. Exzessiver Substanzabtrag ist sicher auch ein Grund dafür, warum viele Veneers immer wieder abfallen. Die von uns eingegliederte vollkeramische Arbeit zeigt die harmonische Rekonstruktion des Zahnes bei maximaler Schonung der Substanz. Durch die adhäsive Verklebung sind die Restaurationsränder nicht zu tasten. Das spaltfrei sitzende Veneer bietet dem Zahnfleisch optimale Bedingungen, sich an den Zahn reizfrei anzulagern.

Die anschließende Schienentherapie wurde vom Patienten klaglos akzeptiert und so der Biss funktionell stabilisiert.